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05.08.01 / Arte

„Herzriss – Wenn Liebe schmerzt”

Dokumentarfilm für den ARTE-Themenabend „Liebeskummer”

 
Herzriss
Herzriss
Herzriss

Pressetext:
Es sagt sich so leicht: Er/sie hat mir das Herz gebrochen. Ist dabei wirklich das Herz zu Schaden gekommen? Was passiert im Körper, wenn mann/frau Liebeskummer hat? Das Selbstwertgefühl schwindet, Traurigkeit macht sich breit, alles tut weh. Atemnot, Herzklopfen, Schlaf- und Energielosigkeit gehören zu den Symptomen. Liebesschmerz kann zur existentiellen Bedrohung werden.
Drei "Liebeskranke" stehen im Mittelpunkt des Films, beschreiben, was ihnen fehlt: Astrid, 21 Jahre alt, hat sich mit 13 in Jens verliebt. Die Schwärmerei dauerte lange, die Liebe war von kurzer Dauer. Mit der Trennung kamen Essstörungen, Tränen, Neurodermitis an den Augen und das Gefühl: "Mein Herz schafft das einfach nicht". Bernd, 35, lernte im Urlaub eine Schweizerin kennen. Sie war für ihn das wundervollste Wesen, das je auf Erden wandelte. Er schwebte auf Wolken, wollte sie besuchen, doch sie schrieb, er solle nicht kommen. Daraufhin lag er tagelang im Bett, fühlte sich krank, dachte über Selbstmord nach. Angela, 67, verheiratet, zwei Kinder wurde von einem Tag auf den anderen vor ihrem Mann verlassen. Sie machte die schmerzliche Erfahrung, dass Kummer krank macht.
Der Film versucht zu ergründen, was in Kopf und Körper in diesen Augenblicken, Tagen, Monaten oder Jahren passiert. Es äußern sich: Prof. Dr. Dietrich von Holst, Tierphysiologe, Bayreuth; Prof. Dr. Klaus E. Grossmann und Dr. Karin Grossmann, Psychologen, Regensburg; Dr. Birgitt Röttger-Rössler Ethnologin, Göttingen; Prof. Gerald Hüther, Neurologe, Göttingen; Prof. Schulz-Venrath, Psychosomatiker, Köln.
Aber auch die Dichtung hat ihren Platz:
Mein Herz springt eilends,
sobald ich an meine Liebe zu Dir denke.
Es lässt mich nicht wie ein Mensch gehen
und hüpft auf seinem Platze.
"Halte nicht an! Du erreichst das Ziel!"
sagt es mir, so oft ich an ihn denke.
Mach mir, mein Herz, keinen Kummer! Warum handelst du töricht?
(Altägyptisches Liebeslied)

Deutsche und französische Erstausstrahlung, 54 Min.
Kamera: Helge Brikzinsky
Ton: Guy Mertin
Schnitt: Volker Gehrke
SprecherIn: Bernd Kuschmann/Patricia Harrison
Recherche: Silke Steinkamp
Produktionsleitung: Cornelia Volmer
Produzent: Gerd Haag
Redaktion: Vivien Marx
Eine Co-Produktion von TAG/TRAUM mit ZDF
in Zusammenarbeit mit ARTE
©ZDF 2001

 
 

Die Taz-Kritik zum Film

 

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